Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst

Allgemeines

Die Vermögensschaden-Haftpflicht für Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes, Bediensteten der Rechtspflege und von Sozialversicherungsträgern leistetVersicherungsschutz gegen Regressansprüche seitens des Dienstherren wegen Schädigung Dritter. Zusätzlich sind auch Vermögensschäden mitversichert, die dem Dienstherren unmittelbar entstanden sind.

Besonderheiten

Da die Bezeichnung "Unternehmensberater" gesetzlich nicht geschützt ist, hat dies zur Folge, dass in jedem Einzelfall zu prüfen ist, ob der Versicherer Versicherungsschutz anbieten kann Hierbei ist zu beachten:

  • berufliche Qualifikation des Interessenten?
  • Welche Tätigkeiten werden konkret ausgeübt?

  • Besondere Leistungsmerkmale

    Die unten stehenden Leistungserweiterungen, werden derzeit nur von einem Versicherer angeboten.

    "Offene Deckung"

    Für den Kunden heißt das: Die Deckung wird auf die im Antrag stehende Berufsbezeichnung/Tätigkeit bzw. auch auf eine Kombination verschiedener Tätigkeiten abgestellt. Eine abschließende Beschreibung des Versicherungsschutzes entfällt. Damit sind auch Veränderungen und Aufnahmen von Tätigkeiten des Kunden während der Vertragslaufzeit automatisch mitversichert. Ausgenommen vom Versicherungsschutz sind Pflichtversicherungen wie z.B. Berufshaftpflicht für:

  • Rechtsanwälte
  • Steuerberater
  • Versicherungsvermittler

  • Eigenschaden-Deckung

    Im Gegensatz zur Drittschaden-Deckung, sichert die Eigenschadendeckung Vermögensschäden ab, die dem Versicherungsnehmer durch einen Mitarbeiterfehler selbst entstehen. Mögliche Konflikte mit Mitarbeitern werden dadurch im Vorfeld schon vermieden. Die Eigenschaden-Deckung ist bei einigen Betriebsarten bereits Bestandteil des Versicherungsschutzes wie z.B. Werbeagenturen.


    Beispiel

    Der Mitarbeiter der Abteilung Einkauf, Herr X, ordert vor seinem 2-wöchigen Urlaub eine Lieferung von 200 Laptops. Leider vergisst er bei der Urlaubsübergabe seinen Kollegen, Herrn Y, darüber zu informieren, dass die Bestellung bereits getätigt wurde. Herr Y bestellt in der Zwischenzeit weitere 200 Laptops. Das versehen fällt rechtzeitig auf und die zweite Lieferung kann storniert werden. Es fallen jedoch Stornokosten in Höhe von 3.000 € an.


    Mitversicherung von Rechtsdienstleistungen

    Seit dem Inkrafttreten des Rechtsdienstleistungsgesetzes zum 1.7.2008 wird seitens des Gesetzgebers die Zulässigkeit der außergerichtlichen Rechtsberatung anerkannt, sofern diese als Nebendienstleistung erbracht wird. In der Vermögensschaden-Haftpflicht ist diese bei Dienstleistung ohne Beitragzuschlag bereits mitversichert.


    Mögliche Schadenfälle

    Markt- und Meinungsforscher:

  • falscher Umfragemethoden dadurch entstehen Mehrkosten
  • Fehler bei der Auswertung von Befragungen – dadurch falsche Rückschlüsse
  • Befragung der falschen Zielgruppe

  • Personalberater:

  • Fehlerhafte Bewertung des Personalbedarfs
  • Fehlerhafte Einschätzung im Qualifizierungsbedarf
  • Personalentwicklungs-Konzept entspricht nicht der geplanten Unternehmensentwicklung
  • Fehlerhafte Stellenbeschreibung

  • Unternehmensberater

  • Fehlerhafte Kostenermittlung
  • Fehlerhafte Standortanalyse
  • mangelhafte Personalplanung
  • mangelhafte Marktanalyse
  • Fehleinschätzung der Hard- und Softwarepotentiale

  • Im Bereich der IT-Zusatzdeckung ferner:

  • Keine Kompatibilität von Zusatzprogrammen
  • Fehlerhafte Softwareverteilung
  • Löschen / Blockieren von Daten
  • Weiterleiten virenbehafteter Daten