Berufshaftpflichtversicherung für Rechtsanwälte

Warum eine Berufshaftpflichtversicherung wichtig ist!

Um seinen Beruf ausüben zu können ist jeder Rechtsanwalt / Notar dazu verpflichtet, gemäß § 51 Abs. 1 Satz 1 BRAO eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abzuschließen.

Der Rechtsanwalt/ Notar muss die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung während der gesamten Zeit seiner Zulassung  als RA zum Schutze seiner Mandanten aufrecht erhalten. Liegt kein Versicherungsschutz mehr vor so wird dem Rechtsanwalt / Notar die Zulassung entzogen.
Ferner muss der Rechtsanwalt / Notar seiner zuständigen Rechtsanwaltskammer mittels einer Musterbestätigung  gemäß § 51 BRAO (diese wird vom Versicherer ausgestellt) das Bestehen einer Vermögensschadenhaftpflicht nachweisen.

Welche Schäden übernimmt die Berufshaftplicht.

Die Vermögensschadenhaftpflicht deckt gemäß § 1 AVB Haftpflichtgefahren für Vermögensschäden ab, die sich aus der Berufstätigkeit als Rechtsanwalt / Notar ergeben.
Nicht versichert sind Personen-, sowie Sachschäden
Ausgeschlossen sind hier anwaltfremde Tätigkeiten z.B. Hausverwalter.

Schadensbeispiele


  • Falsche oder nicht umfassende Rechtsauskunft

  • Frist- und Terminversäumnisse

  • Fehlerhafte Prozessführung

  • etc.


  • Kontaktformular





    Besonderheiten für Rechtsanwälte / Notare

    Durch die 1994 in Kraft getretene Neuregelung des Berufsrechts für Rechtsanwälte und Notare, müssen diese eine Pflichtversicherung nachweisen. Die Pflichtversicherung muss bestimmte Versicherungssummen aufweisen (siehe Tabelle).

    Rechtsanwalt
    Syndikusanwalt 250.000 € Vers.Summe
    Patentanwalt 4 fache Jahresmaximierung
    Rechtsanwaltsbereich des
    Anwaltnotars
     

    Notar  
    Notarassessor 500.000 € Vers.Summe
    Notarbereich des Anwaltnotars 2 fache Jahresmaximierung

    Rechtsbeistand (verkammert) 250.000 € Vers.Summe
    2 fache Jahresmaximierung

    Rechtsanwalts GmbH 2.500.000 € Vers.Summe
    4 fache Jahresmaximierung

    Wichtig!


    Die in der Tabelle genannten Summen stellen Mindestversicherungssummen dar. Je nach Tätigkeitsfeld und Größenordnung der von einem Rechtsanwalt betreuten Fälle, können diese Versicherungssummen im Schadensfall nicht ausreichend sein.